Ist Fernwärme nachhaltig? Alle Vor- & Nachteile (+ Alternativen)

Tobias Durant

Ein Drittel aller energiebedingten CO2-Emissionen fallen in Deutschland durch Heizung und Warmwasser an.

Das ist kein Wunder, da die meisten Haushalte ihre Wärme weiterhin über eine Zentralheizung beziehen.

Werden fossile Brennstoffe wie Erdgas und Öl verwendet, lassen sich hohe Treibhaus-Emissionen nicht vermeiden.

Doch wie praktisch wäre es, wenn man Wärme nutzen könnte, die bei anderen Prozessen als „Abfallprodukt“ entsteht – etwa in Kraftwerken oder Fabriken?

Fernwärme verspricht genau das, und trägt so entscheidend dazu bei, Energie und Emissionen einzusparen.

Wie nachhaltig diese Form des Heizens ist, hängt jedoch stark von der Energiequelle ab: Fossile Brennstoffe machen immer noch einen Großteil aus und sind mit hohen Schäden für die Umwelt verbunden.

Doch die erneuerbaren Energieträger holen auf.

Solarenergie, Windkraft und Biomasse machen die Fernwärme noch nachhaltiger – und spielen eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz und der Energiewende.

Was ist Fernwärme?

Der Name verrät es bereits: Bei der Fernwärme beziehen Haushalte die nötige Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer externen Quelle.

Dafür wird beispielsweise Wasser in einem Kraftwerk erhitzt und gelangt über Rohrleitungen in den Haushalt.

Dort erwärmt es die Heizkörper, bevor es zurück zum Erzeuger fließt.

Das unterscheidet die Fernwärme von einer Zentralheizung, die im Gebäude durch Verbrennung von Energieträgern für Wärme sorgt.

Welche Vorteile hat die Fernwärme?

Ein Großteil der Fernwärme wird mithilfe der sog. Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Diese funktioniert folgendermaßen:

Wenn beispielsweise ein Kohlekraftwerk oder eine Müllverbrennungsanlage Strom erzeugt, entsteht unweigerlich Wärme

Dieses „Abfallprodukt“ wird für gewöhnlich ungenutzt an die Umgebung abgegeben – eine Verschwendung, wenn man bedenkt, dass so bis zu 50 % der Energie verloren geht.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird diese Wärme stattdessen genutzt, um Haushalte zu beheizen. So können bis zu 80 % der Energie verwertet werden.

Der Vorteil für die Umwelt liegt auf der Hand:

Statt eine eigene Heizung mit Brennstoffen zu befeuern und CO2 auszustoßen, nutzen Verbraucher Wärme, die ohnehin bei der Stromerzeugung entsteht.

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil:

Wer Nahwärme nutzt, kommt mit einem simplen Heizungssystem aus. Kessel, Kamin und Speicher für den Brennstoff werden überflüssig. 

So lassen sich Ressourcen einsparen, die bei der Produktion, Wartung und Reparatur dieser Geräte anfallen.

Verschiedene Arten von Fernwärme

Sehen wir uns nun an, mit welchen Energieträgern Fernwärme erzeugt werden kann, und wie nachhaltig diese sind. Dabei betrachten wir vor allem den CO2-Ausstoß.

Sofern nicht anders angegeben, berufen wir uns dabei auf diesen Bericht, der von Experten des Weltklimarats IPCC erstellt wurde.

Was ist nicht nachhaltige Fernwärme?

Nicht immer ist es einfach, die Trennlinie zwischen nachhaltigen und nicht-nachhaltigen Energieträgern zu ziehen.

Generell gilt jedoch: Bei letzteren handelt es sich um Ressourcen, die durch Verbrennung Energie erzeugen und dabei vergleichsweise große Mengen Treibhausgase wie CO2 freisetzen.

Weiterhin handelt es sich um Ressourcen, die sich nicht in absehbarer Zeit regenerieren werden, also nicht endlos verfügbar sind.

Aktuell steuern diese Energieträger etwa 82 % zur Erzeugung von Fernwärme bei – auch wenn der Trend seit 2010 leicht rückläufig ist.

4 nicht nachhaltige Arten von Fernwärme

1. Kohle

Stein- und Braunkohle machen insgesamt 25 % der Brennstoffe für die Fernwärme aus.

Unter ökologischen Gesichtspunkten ist dieser Wert problematisch, denn Kohle weist den höchsten CO2-Ausstoß aller fossilen Energieträger auf.

Dazu kommen weitere gefährliche Schadstoffe, Umweltzerstörungen durch den Tagebau und die Belastung unseres Grundwassers.

Nicht umsonst wird der Kohleausstieg EU-weit schon lange forciert.

Gibt es auch etwas, das für die Kohle spricht?

Ja. Als einziger fossiler Brennstoff kommt sie in Deutschland vor und muss nicht aufwändig importiert werden.

Auch gibt es Bestrebungen, die Emissionen durch Binden des Kohlenstoffs, die sog. „Sequestrierung“, zu minimieren.

Bis diese Technologie jedoch einsatzbereit ist, bleibt Kohle ein problematischer Energieträger.

2. Erdgas

Erdgas ist ein echtes Schwergewicht, wenn es um die Fernwärme-Erzeugung geht, und macht ganze 42 % der Brennstoffe aus.

Das ist durchaus positiv zu sehen, denn von allen fossilen Energieträgern weist Erdgas den niedrigsten CO2-Ausstoß auf.

Dieser beträgt nur die Hälfte der Emissionen, die bei der Stein- und Braunkohle anfallen.

Allerdings ist auch Erdgas mit Problemen behaftet:

So lassen sich „flüchtige“ Emissionen durch sog. Methanleckagen nicht vermeiden.

Bedenkt man, dass Methan fast 100 Mal klimaschädlicher ist als CO2, trübt das die Ökobilanz sehr.

Dazu kommen weitere Umweltschäden, die beim Fracking zur Gewinnung von Erdgas anfallen.

Der Brennstoff gilt daher vor allem als Zwischenlösung, bis erneuerbare Quellen einen Großteil der Wärme bereitstellen können.

3. Müllverbrennung

Unser Abfall trägt in Deutschland nicht nur zur Stromgewinnung bei. Auch Fernwärme lässt sich als Nebenprodukt abschöpfen.

Der Vorteil: Abfall fällt unweigerlich in jedem Haushalt an.

Somit müssen keine fossilen Energieträger verwendet werden, was sich in der Klimabilanz zeigt:

Manche Experten sprechen von einer CO2-Einsparung von bis zu 45.000 Tonnen pro Jahr im Vergleich zu Kohle und Gas.

Dennoch gibt es gewichtige Gründe, Müllverbrennung nicht zu den nachhaltigen Energieträgern zu zählen:

Kunststoff-Abfälle bestehen beispielsweise aus fossilen Bestandteilen – genau wie Kohle, Erdöl und Gas. Hohe CO2-Emissionen lassen sich daher nicht vermeiden.

Außerdem argumentieren Umweltschützer, dass durch die Verbrennung wertvolle Stoffe verloren gehen, die genauso gut wiederverwendet werden könnten. 

Dazu kommen Probleme, die bei der Entsorgung giftiger Nebenprodukte aus Müllverbrennungsanlagen entstehen.

4. Kernkraftwerke

Dieser Energieträger stellt aus Umweltgründen ein zweischneidiges Schwert dar:

Einerseits fallen beim Betreiben von Kernkraftwerken keine direkten CO2-Emissionen an.

Und auch wenn man den CO2-Ausstoß bei der Förderung und Anreicherung von Uran berücksichtigt, ist der Wert verschwindend gering.

Nicht mit eingerechnet ist die Endlagerung der Brennelemente, die mit höheren Emissionen zu Buche schlagen könnte.

Die wirklichen Probleme der Kernkraft bestehen jedoch in der Gefahr von Unfällen, Umweltschäden durch den Uranabbau und der ungelösten Frage nach der Entsorgung.

Als nachhaltige Energiequelle kann Atomkraft also kaum bezeichnet werden.

In Deutschland sind aktuell noch 6 AKWs am Netz, die teilweise auch Haushalte mit Fernwärme versorgen.

Bis 2022 sollen diese jedoch abgeschaltet werden. Spätestens dann wird Kernkraft keinen Beitrag mehr zur Fernwärme leisten.

Was macht nachhaltige Fernwärme aus?

Je nach Energieträger kann nachhaltige Fernwärme bedeuten, dass

  • zur Wärmegewinnung keine Verbrennung nötig ist, wodurch die CO2-Emissionen minimiert werden
  • zwar eine Verbrennung stattfindet, die Brennstoffe jedoch CO2-neutral sind
  • die Abwärme als reines Nebenprodukt entsteht – etwa durch die Industrie.

Noch sind nachhaltige Energiequellen eine Randerscheinung bei der Fernwärme. Sie machen je nach Schätzung nur 1518 % aus.

6 nachhaltige Arten von Fernwärme

1. Solarenergie

Photovoltaik-Anlagen nutzen die Wärme der Sonne zur Energiegewinnung. Das hat den Vorteil, dass keine direkten CO2-Emissionen entstehen.

Lediglich bei der Herstellung und dem Transport der Module fallen Treibhausgase an, die aber mit mittleren 27–48 g/kWh nicht mit fossilen Energieträgern vergleichbar sind.

Zwei Nachteile hat die Solarenergie jedoch:

Die Energieausbeute schwankt mit der Sonneneinstrahlung, was vor allem im Winter ein Problem darstellt.

Es bedarf also saisonaler Speicher, um ganzjährig Wärme bereitzustellen.

Um den enormen Bedarf zu decken, müssen außerdem große Solarparks in Nähe der Abnehmer gebaut werden. Das stellt die Stadtplanung vor Herausforderungen.

Dementsprechend gering ist der Anteil der Photovoltaik an den für Fernwärme genutzten Energiequellen. Er beträgt aktuell nicht einmal 1 %.

2. Windkraft

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist Windkraft ähnlich positiv zu bewerten wie Solarenergie.

Sobald die Anlage erst einmal in Betrieb ist, fallen keine direkten CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung an.

Die über den ganzen Lebenszyklus verteilten Emissionen sind sogar noch geringer als bei der Solarenergie.

Genau wie bei Photovoltaik-Anlagen schwankt die Stromerzeugung von Windparks.

Weht der Wind besonders stark, können sie nicht den gesamten Strom einspeisen – und müssen abgeschaltet werden, wodurch viel Energie verloren geht.

Zum Glück ist es möglich, den überschüssigen Strom zur Erzeugung von Wärme zu nutzen. Dies geschieht aktuell beispielsweise im brandenburgischen Nechlin.

Der Vorteil: Anders als Solarzellen produzieren Windparks vor allem im Winter Überschüsse.

Da die Verbraucher in dieser Jahreszeit vermehrt heizen, kann die Windenergie dazu beitragen, den Bedarf zu decken.

Natürlich lassen sich auch bei der Windkraft ökologische Probleme nicht ganz vermeiden:

Die Anlagen verändern unweigerlich die Landschaft, was besonders Tiere wie Vögel und Fledermäuse beeinträchtigt.

Es bleibt abzuwarten, wie gravierend dieser Eingriff in die Natur ist, wenn die Windkraft in Deutschland weiter ausgebaut wird.

3. Biogas

Saubere, nachhaltige Energie – das versprechen Betreiber von Fernwärmeanlagen, die mit Biogas arbeiten.

Und tatsächlich: Im Vergleich zu Erdgas, das aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, besteht Biogas ausschließlich aus Produkten der Landwirtschaft: darunter organische Abfälle, aber auch Pflanzen wie Mais, Roggen und Gras.

Dabei handelt es sich um nachwachsende Ressourcen, die mit niedrigen direkten CO2-Emissionen punkten.

Das heißt konkret: Alles CO2, das bei der Verbrennung entsteht, haben die Pflanzen vorher aus der Atmosphäre aufgenommen – ein Nullsummenspiel also.

Natürlich entstehen auch bei der Gewinnung von Biogas CO2-Emissionen durch Anlagenbau, Betrieb und Transport. Diese betragen je nach Schätzung 70250 g CO2 / kWh.

Das ist mehr als bei Wind- und Solarenergie, aber weit weniger, als durch fossile Brennstoffe entstehen.

Schon jetzt macht Biogas einen Großteil der erneuerbaren Energieträger für die Fernwärme aus und gilt als nachhaltige Alternative zu Kohle und Gas.

Herausforderungen sind jedoch absehbar, wenn immer mehr fossile Brennstoffe durch Biogas ersetzt werden.

Durch die hohe Nachfrage könnten Landwirte versucht sein, Monokulturen von „Energiepflanzen“ anzulegen – mit negativen Folgen für die Artenvielfalt.

Auch bedarf es großer Sorgfalt und regelmäßiger Kontrollen, damit beim Betrieb der Anlagen kein klimaschädliches Methan oder andere Giftstoffe entweichen.

4. Holz

Wenn Altholz nicht mehr recycelt werden kann, lässt es sich auch verwenden, um Wärme zu erzeugen.

Zwar ist der Brennwert von Holz im Vergleich zu Kohle oder Gas nicht sehr hoch.

Dafür handelt es sich um einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Rohstoff.

Die ökologischen Vorteile von Holz kannst du in diesem Artikel genauer nachlesen.

Wichtig ist natürlich, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt: d. h. dass nur so viele Bäume gefällt werden wie in der gleichen Zeit nachwachsen.

Geschieht dies nicht, sind hohe CO2-Emissionen durch den Verlust von Vegetation die Folge, wie diese Tabelle zeigt.

5. Geothermie

Wärme aus dem Erdinneren stellt eine klimafreundliche Art zu heizen dar, bei der keine CO2-Emissionen entstehen.

In Island wird dieser Energieträger sogar dazu genutzt, Straßen eisfrei zu halten. Dort befinden sich nämlich besonders viele Thermalquellen.

In Deutschland haben wir nicht ganz so viel Glück: Bei der sog. oberflächlichen Geothermie ist eine zusätzliche Erwärmung nötig.

Daneben werden jedoch auch Wärmequellen in bis zu 5 km Tiefe mithilfe von Bohrungen erschlossen.

Noch ist die Geothermie eine Randerscheinung, die im Jahr 2019 nur 0,4 % zur Wärmeversorgung beitrug.

Das Umweltbundesamt sieht jedoch ein großes Potential in diesem Energieträger:

Nicht nur liegen die CO2-Emissionen deutlich unter denen fossiler Brennstoffe und sind mit Photovoltaik-Anlagen vergleichbar.

Auch die Umweltschäden durch Bohrungen halten sich laut dem Bundesamt in Grenzen.

6. Industrielle Abwärme

Wie bei Kraftwerken entsteht auch im industriellen Gewerbe unweigerlich Wärme, die zum Heizen von Gebäuden genutzt werden kann.

Nicht nur traditionelle Fabriken, etwa zur Stahlproduktion, kommen infrage.

Auch große Rechenzentren sind wahre „Hochöfen“ – wenngleich diese Möglichkeit in Deutschland noch nicht genutzt wird.

Beziehen die Betriebe ihre Energie aus erneuerbaren Quellen, wirkt sich das noch positiver auf die Nachhaltigkeit der Fernwärme aus.

Schätzungen zufolge könnten in Zukunft bis zu 500.000 deutsche Haushalte mit Abwärme versorgt werden – besonders in industriellen Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet.

Wie beeinflusst Fernwärme den Klimaschutz?

Der menschengemachte Klimawandel schreitet rapide voran – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt und uns Menschen.

Um dem entgegenzuwirken, bedarf es einer drastischen „Dekarbonisierung“ in allen Bereichen.

Darum ist es das Ziel des „Klimaschutzplans 2050“, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80–95 % zu senken – im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990.

Die Fernwärme leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.

Durch die Kraft-Wärme-Kopplung, bei der Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt werden, lassen sich Schätzungen zufolge 17–58 Millionen Tonnen CO2 im Jahr einsparen.

Dementsprechend setzt auch die Bundesregierung große Hoffnungen in die Fernwärme, um die Klimaziele in Deutschland zu erreichen.

Bis zum Jahr 2025 soll die Stromerzeugung in KWK-Anlagen auf 120 Terawattstunden erhöht werden.

Welche Rolle spielt Fernwärme in der Energiewende?

Die Kraft-Wärme-Kopplung trägt bereits jetzt dazu bei, CO2-Emissionen zu reduzieren.

Ein langfristiges Ziel ist es jedoch, Fernwärme aus fossilen Brennstoffen nur noch ergänzend einzusetzen, wenn die Versorgung mit erneuerbaren Energieträgern nicht ausreicht.

Das sieht auch die Bundesregierung so – und möchte bis 2050 eine weitgehende Neuorientierung der Wärmenetze. Konkret sollen bis zu diesem Jahr 2/3 der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen.

Diese Bestrebung findet sich auch im sog. Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) wieder:

Nach diesem erhalten Anbieter von Fernwärme eine Bonuszahlung, wenn sie Erdgas statt Kohle verwenden und somit CO2-Emissionen vermeiden.

Nachträglich hinzugekommen ist außerdem eine Förderung erneuerbarer Energiequellen für die Wärmeerzeugung.

Nachhaltige Fernwärme ist auch ein Gegenstand der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II, die im Jahr 2018 von der EU verabschiedet wurde. 

Diese sieht vor, den Anteil der erneuerbaren Energien bzw. der Abwärme Jahr für Jahr zu erhöhen.

Ferner sollen Verbraucher in Zukunft einfacher einsehen können, welchen Anteil erneuerbare Energien an ihrer Fernwärme ausmachen.

Wie die Bundesregierung die Richtlinie konkret umsetzen wird, bleibt abzuwarten. 

Infrage kommen vor allem finanzielle Anreize für Betreiber, die nachhaltige Energien einspeisen.

Eine Verpflichtung für die Anlagenbetreiber lässt sich hierzulande jedoch nicht gesetzlich umsetzen.

Welche nachhaltigen Alternativen zur Fernwärme gibt es?

Leider ist es aktuell noch nicht möglich, alle Haushalte in Deutschland mit Fernwärme zu versorgen.

Wer mehr als 20 km von einer Fernwärme-Quelle entfernt wohnt, muss sich nach Alternativen umsehen.

Denkbar wäre zum Beispiel der Einsatz einer Wärmepumpe in den eigenen vier Wänden. Diese funktioniert nicht mithilfe von Verbrennung wie eine Öl- oder Gasheizung.

Stattdessen nutzt die Pumpe Luft, Grundwasser oder Wärme aus dem Erdreich, um die Heizung anzutreiben.

Der Vorteil: Beim Betrieb entstehen keine CO2-Emissionen. Da die Pumpe mit Strom arbeitet, fallen nur die vom Kraftwerk ausgestoßenen Emissionen an. 

Das macht eine Wärmepumpe vor allem dann nachhaltig, wenn du bereits auf Ökostrom oder deine eigenen Solarzellen zurückgreifst.

Apropos Solarzellen: Es ist auch möglich, ein ganzes Haus mit Photovoltaik zu beheizen.

Allerdings sind dafür große Kollektoren und Speicher nötig, die viel Platz voraussetzen.

Die Kosten sind hoch, und nicht immer reicht die Sonnenenergie aus, um genug Wärme bereitzustellen. Dann benötigst du trotzdem noch einen gewissen Anteil fossiler Brennstoffe.

Auch ein Kamin kann in Sachen Umweltfreundlichkeit überzeugen: Wie bereits erwähnt, ist Holz ein nachhaltiger Rohstoff mit geringen CO2-Emissionen. 

Allerdings musst du auf die richtige Verbrennung achten, um Schadstoffe und Feinstaub zu vermeiden.

Außerdem solltest du Wert darauf legen, dass dein Holz aus der Region stammt und nachhaltig produziert wurde.

Fazit

Die Frage, ob Fernwärme nachhaltig ist, können wir nach den bisherigen Betrachtungen guten Gewissens bejahen.

Überall dort, wo Wärme als Nebenprodukt entsteht – sei es in Kraftwerken oder der Industrie – ist die Nutzung für Heizung und Warmwasser zu begrüßen.

So lässt sich vermeiden, dass zusätzliche Ressourcen zum Heizen verbraucht werden müssen.

Kommen dann noch regenerative Energien zum Einsatz, die mit niedrigem CO2-Ausstoß punkten, wird die Fernwärme doppelt nachhaltig.

Doch trotz des positiven Gesamteindrucks gilt: Die Energiegewinnung kommt, wie nachhaltig sie auch sein mag, nie ganz ohne Umweltschäden aus.

Fernwärme sollte also kein Freibrief zur Verschwendung sein.

Wer sparsam heizt und auf seinen Warmwasser-Verbrauch achtet, schont die Ressourcen unseres Planeten zusätzlich und tut so noch mehr für die Umwelt.

Hilf jemandem, indem du diesen Artikel teilst – sharing is caring 🙂 !

Möchtest du es zuerst erfahren?

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann willst du dir Folgendes sicher nicht entgehen lassen:

Lass dir von uns kostenlos regelmäßig die besten gesunden Produkte, wirklich nachhaltige Unternehmen und alles rund um einen umweltfreundlichen Lebensstil schicken!

Weitere Beiträge, die dir gefallen werden…